Mittwoch, 12. Juli 2017

Fortsetzung zu "Das ist ein guter Hund"

Gedanken eines Rüden an sein(e) Frau(chen)

Du willst, daß ich nicht an der Leine ziehe, aber ich muss doch vorne sein.

Du sagst, ich soll nicht bellen und auf andere Tiere und Artgenossen reagieren, aber einer muß es doch tun.
Du verhinderst, daß ich mich mit anderen Hunden auseinandersetze, bringst mich aber täglich in die Konfrontation.
Du knurrst ein Platz, dabei heißt knurren in meiner Sprache, daß ich auf Distanz zu Dir gehen soll.
Du forderst Bewegungslosigkeit von mir ein, aber die Anspannung ist so hoch, ich kann nicht ruhig bleiben.
Du willst, daß ich nicht jaule und schreie, aber Du tust mir weh.
Ich verstehe Dich nicht. Dabei bist Du mir doch so wichtig. 

So könnten die Gedanken Ihres Hundes aussehen. In den letzten zwei Jahren und am Samstagmorgen vor zwei Wochen wurde ich mehrfach ungewollt Zeuge Ihrer Hilflosigkeit im Umgang mit Ihrem Hund. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Ihnen einen anderen Weg aufzuzeigen, Ihren Hund zu verstehen, mit ihm zu kommunizieren und letztlich seine und Ihre eigenen Probleme mit ihm artgemäß und angemessen zu lösen.
Anbei finden Sie einen Gutschein für den Abendvortrag „Environmental enrichment“ von Jan Nijboer am 06.Oktober von 19 - 22 Uhr im Sportlife Hotel in Elmshorn. Für ein optimiertes Verständnis Ihres Hundes empfehle ich Ihnen Frau x aus der Hundeschule y zu konsultieren.

Bitte ändern Sie etwas.

Mit freundlichen Grüßen

1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich an eine Begebenheit, die ich kürzlich mit einer jungen Frau und ihrem Hund erlebte. Sie lief an einer befahrenen Straße entlang, ihr Hund zwischen den Autos und ihr. Der Hund guckte bei jedem vorbeifahrenden Wagen unruhig zur Straße und wieder zu ihr. Da ich hinter den beiden lief und die Situation gut beobachten konnte, die Unsicherheit des Hundes förmlich spüren konnte, sprach ich sie an und sagte ihr, was ich beobachtete. Sie entgegnete, sie habe gelernt, daß man Hunde IMMER an der linken Seite führe. Leider habe ich nicht positiv auf sie einwirken können, auch mein Argument, sie gebe ihrem Hund mehr Sicherheit wenn sie ihn weg von der Gefahr führe, hat nicht gefruchtet. Es hat mich sehr traurig gemacht, wie stark Menschen von ihren eigenen Instinkten weggeleitet werden können und seltsamen Theorien folgen ohne sie auch nur im Ansatz zu hinterfragen. Trotzdem werde ich immer wieder Menschen ansprechen, deren Hilflosigkeit im Umgang mit ihrem Vierbeiner derart offensichtlich ist. Nur an meiner Wortwahl werde ich feilen! :)

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