Die besten Tipps für einen entspannten Jahreswechsel

Für viele Tiere, vor allem Katzen und Hunde, ist die Zeit um Silvester herum die reinste Hölle. Die Sinne unserer Haustiere sind noch sehr ursprünglich und sind viel sensibler als die des Menschen. Viele Hunde haben Angst vor lauten Geräuschen und vor allem vor solchen, bei denen sie nicht orten können, wo sie herkommen. "Überfallen" diese Geräusche den Hund auch noch dort, wo er sich eigentlich am Sichersten fühlen sollte, nämlich zu Hause, verfällt er schnell in Panik. Er kann sich der Situation nicht entziehen, er kann sie nicht bewältigen und nicht selten entwickelt sich eine sogenannte "erlernte Hilflosigkeit", aus der der Hund nur noch sehr schwer wieder herauszuholen ist. Manche Hunde verlassen auch Tage nach Silvester das Haus nicht oder sind nicht in der Lage, sich draußen zu lösen. Jedes Jahr aufs Neue verschlimmert sich die Situation für den Hund, ein vernünftiges Training erscheint aussichtslos. Hier kommen die besten Tipps, um die Situation für den Hund erträglicher zu machen:

1. Bester Tipp:
Management
Beginne schon frühzeitig die Feiertage zu planen. Ängstliche Hund brauchen Routine und Struktur für ihre Sicherheit. Wenn schon Weihnachten alles aus dem Ruder läuft, ist Silvester nur noch die Spitze des Eisbergs. Plane frühzeitig möglichst gründlich das Weihnachtsfest und die Tage vor dem Jahreswechsel. Je ruhiger und strukturierter diese Tage für Deinen Hund ablaufen, je verlässlicher und vorhersehbarer der Umgang mit ihm, umso sicherer wird er sich fühlen. Sorge für ausreichend Pausen und Ruhephasen für Dich und Deinen Hund.

2. Bester Tipp:
Anti-Stress-Programm
Wilde Laufspiele mit Artgenossen oder Jagdspiele mit Bällen oder Stöckchen aber auch Zerrspiele und Toben sind nicht unbedingt dafür geeignet, den Hund auszulasten. Manche Hunde puschen sich regelrecht hoch in diesen Aktivitäten. Es kommt zu einem Überschuß von Stresshormonen, auch wenn man meint, dem Hund würde es Spaß bringen. Was im Gehirn an Botenstoffen ausgeschüttet wird, bietet nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine ruhige Silvesternacht. Besser wäre es - auch schon in der Zeit vor den Feiertagen - mit dem Hund Suchspiele zu machen. Die Nase einzusetzen, ist für viele Hunde eine große Herausforderung und lastet sie gleichermaßen kopfmäßig und körperlich aus. Lege Deinem Hund eine Geruchsspur und lasse ihn am Ende eine Beute finden, die er fressen kann. Nasenarbeit spricht andere Gehirnbereiche an und lässt Deinen Hund wirklich ausgelastet und zufrieden zur Ruhe kommen.

3. Bester Tipp:
Vorsorge
Informiere Dich frühzeitig durch einen Tierheilpraktiker, Tierarzt und/oder HundeErziehungsBerater, welche Hilfsmittel für Dich und Deinen Hund in Frage kommen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Deinen Hund zu unterstützen. Du kannst bestimmte Massagetechniken erlernen, Deinem Hund ein Ruhesignal beibringen oder auch pflanzliche Nahrungsergänzungen füttern. Bachblüten, Schüssler Salze, Homöopathika, Akupressur, Akupunktur, oder Life-Wave Pflaster können eingesetzt werden, nicht zu vergessen die Aromatherapie oder Pheromone. Die Wahrnehmungen des Hundes können zum Beispiel durch Mud Muffs (Gehörschutz) oder das Calming Cap (Sichtschutz) reduziert werden. Ein sogenanntes Thundershirt oder die Körperbandage nach Tellington übt sanften Druck auf den Körper aus und kann manche Hunde unterstützen. Außerdem kannst Du Deinem Hund einen Rückzugsort einrichten, in dem er Schutz findet. Es empfiehlt sich, diese Vorsorgemaßnahmen schon frühzeitig einzurichten bzw. zu organisieren, damit Dein Hund nicht überfordert wird, wenn plötzlich an Silvester die Ohrenschützer auf den Kopf gesetzt werden. Gewöhne Deinen Hund schon weit vor Silvester an die Maßnahmen, die Du ergreifen möchtest.
 Die Tiermedizin hält einige verschreibungspflichtige Medikamente aus dem Bereich der Psychopharmaka bereit wie zum Beispiel Melatonin (Schlafhormon) oder sogenannte Neuroleptika (starke Beruhigungsmittel). Hier ist eine umfassende Beratung durch einen versierten Tierarzt notwendig, denn diese Medikamente können starke Nebenwirkungen haben und sind in ihrer Wirksamkeit oft nicht optimal, können sogar die Situation für den Hund massiv verschlimmern.

4. Bester Tipp:
Sicherheit
Wenn alles gut vorbereitet und strukturiert läuft, Dein Hund aber trotzdem bei den ersten Böllern ängstlich reagiert, ist das Wichtigste: Bleibe ruhig. ES KANN NICHTS PASSIEREN! Ihr zwei werdet es überleben - DU weißt das! Versuche Deinem Hund diese Sicherheit zu vermitteln. Wenn Du mit ihm nach draußen gehen mußt, tue dies zu einer Zeit, in der noch nicht viel los ist. SICHERE DEINEN HUND am Besten mit einem Sicherheitsgeschirr, aus dem er auch in Panik nicht entweichen kann! Ein Hund, der Silvester entläuft, ist nur sehr schwer wieder einzufangen! Im Haus ist es wichtig, daß Dein Hund sich nicht verliert in seiner Angst. Fange ihn auf, sei für ihn da, biete ihm Sicherheit und lass ihn nicht allein! Du solltest ihn nicht trösten, aber vielleicht liebevoll im Arm halten und ihm signalisieren, daß Du die Situation gut einschätzen kannst. Rede nicht viel mit ihm, aber biete Deine Nähe an. Du kannst versuchen, ihn abzulenken mit einer ruhigen Knabberei oder Hüttenkäse in einem Kong. Wenn alles nichts hilft, hocke Dich mit ihm auf den Fußboden, lese ein gutes Buch, trinke einen Tee und sei Dir sicher - auch diese Nacht geht vorbei! Wichtig ist, daß Dein Hund in jeder Minute spürt, daß Du für ihn da bist. Dann habt Ihr beide sogar die Chance, an Silvester Eure Beziehung zu intensivieren.

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